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Verfahrenskosten

Die Inanspruchnahme anwaltlicher Tätigkeit ist - unabhängig von einer eventuellen Erstattung - grundsätzlich mit Kosten verbunden. Dennoch wird dem Schuldner, der mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens einen wirtschaftlichen Neuanfang sucht, diese nicht deshalb verwehrt, weil er die Kosten des Verfahrens in seiner Situation nicht aufbringen kann.

Die Kosten des Insolvenzverfahrens entstehen zunächst in jedem Verfahrensschritt gesondert. Dabei sind wiederum die Kosten anwaltlicher Vertretung, die Kosten für das gerichtliche Verfahren sowie die Kosten des Treuhänders zu unterscheiden.

Für eine Erstberatung entsteht grundsätzlich eine Gebühr zwischen EUR 15 und EUR 190. Den mittellosen Mandanten, der Anspruch auf Beratungshilfe hat, unterstützt an dieser Stelle der Staat: In außergerichtlichen Angelegenheiten wird der Mandant durch die Beratungshilfe von der Übernahme der Anwaltskosten freigestellt. Der Antrag auf Gewährung der Beratungshilfe ist an das Amtsgericht zu richten, in dessen Bezirk der Rechtsuchende seinen allgemeinen Gerichtsstand - also seinen Wohnsitz - hat. Der Mandant selbst hat lediglich einen Beitrag in Höhe von EUR 10 zu tragen, die ihm der Rechtsanwalt im Einzelfall auch erlassen kann.

Sofern es nicht bei einer Beratung über das Insolvenzverfahren bleiben soll, sondern der Ratsuchende den gleichen Anwalt auch mit der Bearbeitung der außergerichtlichen Schuldenregulierung beauftragt, entstehen die außergerichtlichen Gebühren, auf welche die Erstberatungsgebühr jedoch voll angerechnet wird.

Die Höhe dieser Gebühren richtet sich nach dem Gegenstandswert. Der Gegenstandswert wiederum entspricht dem Wert des Schuldnervermögens, beträgt aber mindestens EUR 4.000. Ausgehend von einem Gegenstandswert in Höhe von EUR 4.000 entsteht für das Insolvenzeröffnungsverfahren, bei dem auch ein Schuldenbereinigungsplan erstellt worden ist, eine Geschäftsgebühr in Höhe von ca. EUR 480,00. Gerichtskosten fallen an dieser Stelle noch nicht an und Kosten für einen Treuhänder nur für den Fall, dass bereits ein Treuhänder (vorläufig) bestellt worden ist.

Ein mittelloser Mandant wird auch hier wieder durch die Beratungshilfe unterstützt, wenn er den oben genannten Beratungshilfeschein für das Insolvenzeröffnungsverfahren vorlegen kann.

Für das gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren entstehen nun erneut Anwaltsgebühren sowie Gerichts- und Treuhänderkosten für den Mandanten. Wiederum ausgehend von dem Mindeststreitwert in Höhe EUR 4.000 betragen die Anwaltsgebühren ca. EUR 635,00. Eine anwaltliche Vertretung für das gerichtliche Verfahren ist aber in der Regel hier nicht mehr erforderlich.

Ein mittelloser Mandant kann jedoch, sofern sich besondere Schwierigkeiten im konkreten Fall abzeichnen, die Beiordnung eines Anwalts unter Gewährung von Prozesskostenhilfe beantragen, so dass nach Bewilligung der Beiordnung die Kosten vom Staat verauslagt werden.

Gerichtskosten und Treuhänderkosten für das eigentliche Insolvenzverfahren entstehen in Höhe von ca. EUR 1.500,00.

Stand: 01.09.2012


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Rechtsanwältin Claudia Räthel | Brückenstraße 4 | 10179 Berlin | Tel. 030. 55 57 54 80-0 | Fax. 030. 55 57 54 80-9 | kontakt@raethel.de